Donnerstag, 27. August 2015

4 Heilung der Chakra-Herz-Anahata. BLOG HJB68



Herz-Anahata   Farbe; GRÜN,RAUCHFARBE.

Thema;
Liebe,Gefühlswärme,Selbstwertgefühl,Toleranz,künstlerische Ausdruckskraft,Vergebung.

Drüse; Thymusdrüse     Stellung; KRÄHE

Affirmationen;
Durch die Kraft des Mitgefühls verbinde,ich mich mit allen Wesen.
Ich öffne mein Herz,um Liebe zu geben und zu empfangen.
Ich Liebe mich selbst so wie ich bin.

Mantra; YAM    Götter; ISA,KAKINI.
Sympoltiere; Antilope,Taupe,Vögel.     Element; LUFT
Sympol; DAVIDSTERN    Vokal; A
Sinnesfunktion; TASTEN    Planet; JUPITER

Bachblüten 3-5tropfen;
Red Chestnut,Chicory(Zichorie) Willow(Weide)

Ätherische Öle 8tropfen;
Rose,Jasmin,Vanille,Estragon regen das 4chakra an.

Edelsteine;
Smaragd,Chrysopas,grüner Turmalin,Rosenquarz,Malachit,grüner Spinell,Jade,Prasem.

Mudra; YAM  

Mudra für das Herz-Chakra

3 Heilung der Chakra-Nabel-Manipura. BLOG HJB68.


Nabel-Manipura-chakra   Farbe;Gelb,Goldgelb

Thema; Ich Gefühl,Emotionalität,Mitgefühl,Empathie,Sehnsucht,Durchsetzungsvermögen,Spontanität.

Drüse; Pankreas    Stellung; Schrägstellung.

Affirmation;

Ich treffe meine Entscheidungen kraftvoll und bewusst.
Ich nutze meine persönliche Macht,um anderen zu helfen.
Ich vertraue meinen Gefühlen und bejahe die fülle des Lebens.

Mantra; RAM      Götter; LAKINI,AGNI,RUDRA.
Symboltier; WIDDER    Element; FEUER
Symbol; DREIECK     Vokal; offenes O
Sinnesfunktion; SEHEN      Planet; MARS

Bachblüten 3-5tropfen;
Hornbeam(Hainbuche),Impatines(Springkraut),Selearanthus(einjährige Knäuel)

Ätherische Öle 3-4tropfen;
Lavendel,Kamille,Anis,Zitrone aktivieren oder regen das 3chakra an.

Edelsteine;
Citrin,gelber Jaspis,gelber Kalzit,Bernstein,gelber Serpentin,Tigerauge,Chrysoberyl.

Mudra; RAM vor der Magengrube.

2.Heilung der Chakra-Svadisthana-Sakral-Chakra. BLOG HJB68





Mudra der Furcht­losig­keit und der Er­füllung, semui-in, segan-in. Die Rechte wehrt Böses ab/be­schützt Gutes, die Linke gibt, was er­beten wurde; typische Geste des his­tori­schen Buddha, Shaka Nyorai.

Sakral-Svadisthana Chakra. Farbe; Orange.

Thema; Körperbewusstsein,Vitalität,heilende Energie,Zeugungskraft,Begeisterung,weibliche Energie.

Drüse; Keimdrüse    Stellung; Krokodile

Affirmation; 
Ich verbinde mich mit meiner schöpferischen Energie.
Ich nehme meinen Körper und meine Sexualität liebevoll an.
Das Leben ein göttliches Geschenk.

Mantra; VAM   Götter; Vishnu,Rakini.
Sympoltiere; Fisch,Meereslebewesen,Krokodil.
Element; WASSER    Symbol; MONDSICHEL
Vokal;geschlossenes O      Sinnesfunktion; SCHMECKEN   Planet; VENUS

Bachblüten-5tropfen 3mal; Oak,Olive,Pine.

Ätherische öle 3-4tropfen;Sandalwood,Myre,BitterOrange,
Pfeffer aktivieren das 2 chakra.

Edelsteine; Tigerauge,Goldtopas,rötliche Turmaline,Jade,Hyazinth
Feueropal,Koralle,Aventurin-Sonnenstein.

Mudra; VAM   unter Bauchnabel.









Buddhas Leben nach der buddhistischen Überlieferung. BLOG HJB68.




  1. Buddhas Leben nach der buddhistischen Überlieferung

    Religion-in-Japan > Ikonographie > Shaka > Buddhas Leben
    Diese Seite zitieren:
    Der hi­sto­ri­sche Buddha leb­te und wirk­te wahr­schein­lich um das Jahr 500 v.u.Z.1 Er ent­stamm­te dem Ge­schlecht der Sha­kyas im König­reich Ko­shala im heu­tigen Nepal, daher sein Bei­name Śākyamuni (= der Weise aus dem Shakya­ge­schlecht). Sein Eigen­name war Siddhārtha, sein Fa­mi­lien­name Gautama, weshalb er auch oft Gau­tama Bud­dha genannt wird. Die Legen­den aus sei­nem Leben ver­dich­teten sich im Laufe der Zeit zu einer Stan­dard­bio­gra­phie, die u.a. im soge­nann­ten Pali-Kanon ent­hal­ten ist.2 Auf dieser Seite sind die wich­tigs­ten Epi­so­den kurz zu­sam­men­ge­fasst: Geburt, Vier Aus­fahr­ten, Askese und Er­leuch­tung, Lehr­jahre und Ab­leben.

    Geburt

    Bud­dha wurde als Prinz ge­bo­ren. Sein Vater, König Śuddhodana, und seine Mut­ter, Kö­ni­gin Maya, waren be­reits seit zwanzig Jahren kinder­los, als die Königin im Traum einen weißen Ele­fan­ten sah, der vom Him­mel herab in ihren Körper fuhr. Da­rauf­hin wurde sie schwanger.
    Alchi buddha birth.jpg
    Geburt Buddhas
    Königin Maya hält sich wäh­rend der Ge­burt an den Zwei­gen eines Baumes fest. Der neu­gebo­rene Bud­dha entsteigt auf wun­der­same Weise aus ihrer rechten Taille.
    Abb. aus dem Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh, N-Indien.3
    Den Bräu­chen des Lan­des fol­gend sollte die Geburt im Eltern­haus der Königin, im be­nach­barten König­reich statt­finden. Das Kind kam aller­dings bereits auf dem Weg dort­hin im Blumen­garten von Lumbinī zur Welt. Der Neu­ge­bo­rene war gänz­lich frei von jeder Un­rein­heit, was sich auch darin aus­drückte, dass er aus der rech­ten Seite seiner Mut­ter aus­trat. (Auf allen bild­lichen Ab­bil­dun­gen dieser Szene ist deu­tlich zu er­ken­nen, wie sich die Köni­gin wäh­rend der Geburt an einem Ast fest­hält.) Bud­dha machte gleich nach der Ent­bin­dung sieben Schrit­te, unter denen je­weils eine Lotosblüte aus dem Boden wuchs, und ver­kün­dete: „Ich bin der Herr­scher der Welt, der Welt-Älteste, der Welt-Erste. Das ist meine letzte Geburt, es wird keine wei­tere mehr geben.“ Dies geschah am 8. Tag des Vierten Monats. Das Kind wurde Siddhartha genannt, was in etwa „der sein Ziel erreicht“ bedeutet. Sie­ben Tage nach seiner Ge­burt starb Köni­gin Maya. Sid­dhar­tha wurde daher von seiner Tante, Pra­ja­pati Gau­tami, auf­gezo­gen, die nun die Stel­lung ihrer Schwes­ter als Köni­gin über­nahm.

    Die Vier Ausfahrtentop↑

    Alchi buddha excursion.jpg
    Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
    Mit 16 hei­ra­te­te Sid­dhar­tha seine Cousine Yaśodharā und lebte fortan in un­be­schwer­tem Luxus. In seinem 29. Jahr aber drängte es ihn, die Welt außer­halb des Pa­las­tes kennen zu lernen und er unter­nahm die le­gen­dären Vier Aus­fahrten. Dabei ge­wahrte er Vier An­sichten, die ihm bisher ver­borgen geblieben waren. Er sah erstmals einen Greis (das Alter), einen Fieber­kranken (die Krank­heit), einen Leichnam (den Tod), und schließ­lich einen As­keten. Diese Er­leb­nis­se ver­an­lass­ten Sid­dhar­tha, sein Haus zu ver­lassen, sich das Haupt zu scheren und sich auf die Suche nach einem Weg zu machen, um Alter, Krank­heit und Tod zu über­winden. Zu diesem Zeit­punkt war Sid­dhar­ta ein Sohn ge­boren worden, was ihn aber nicht von seinem Vor­haben abhielt, son­dern im Ge­gen­teil an­sporn­te. Der Sohn er­hielt den Namen Rāhula: „Fessel“.4

    Askese und Erleuchtungtop↑

    Alchi buddha ascetism.jpg
    Siddhartha kleidet sich in Leichentücher
    Der welt­flüch­tige Sid­dhar­tha suchte zu­nächst einige be­rühm­te Lehrer auf, zog sich aber bald mit fünf wei­te­ren As­ke­ten ganz aus dem all­täg­lichen Leben zurück. In sei­nen as­ke­ti­schen Übun­gen über­traf Sid­dhar­tha seine Mit­brü­der. Er ma­ger­te ab bis auf die Kno­chen, klei­de­te sich in die Lum­pen von Toten und me­di­tier­te des Nachts unter wil­den Tieren und auf Fried­höfen. Nach sechs Jahren er­kann­te er jedoch, dass auch dieser Weg ihn zu sehr an das Dies­seits band. Er nahm eine Schale Milch­reis an, die ihm die fromme Sujātā dar­brachte (Akzeptieren eines Genusses), und wusch sich in einem Fluss (Ak­zep­tie­ren kul­tu­rel­ler Bräu­che). Von da an be­schritt er den Mitt­le­ren Weg zwi­schen As­ke­se und Über­fluss. Seine fünf Mit­brüder aber wand­ten sich em­pört von ihm ab.
    Alchi buddha seduction.jpg
    Ver­füh­run­gen und Ein­flüs­te­run­gen wäh­rend der Me­di­ta­tion un­ter dem Bo­dhi-Baum
    Auf sich alleine ge­stellt fasste Sid­dhar­ta den Ent­schluss, so lange zu medi­tieren, bis er die Er­kennt­nis der Über­win­dung von Krank­heit, Alter und Tod erlangt habe. Unter dem be­rühm­ten Pap­pel­feigen­baum (Banyan [ficus religiosa], auch als bodhi-Baum bekannt) in Bodh Gaya sitzend be­gann er seine 49-tägige Medi­ta­tion, die ihn — ver­schie­denen Ver­führungs­ver­suchen durch feind­liche Dämo­nen zum Trotz — zur end­gül­tigen Er­leuch­tung führte. Er er­kann­te, dass alles, was ent­stan­den ist, ver­gäng­lich ist, und dass der Glaube an ei­nen un­ver­änder­lichen, ewigen Wesens­kern, an ein Ich, ein Irr­glaube ist. Am 8. Tag des Zwölf­ten Monats, in seinem 35. Lebens­jahr wurde er somit zum Bud­dha, zum Er­leuch­teten.

    Lehrjahretop↑

    Der Bud­dha begab sich nun in die Nähe der Stadt Be­nares, in den Hirsch­park von Sārnāth, wo er seine fünf Mit­brüder wieder traf und ihnen in seiner ersten Pre­digt als Er­leuch­teter Vier Noble Wahrheiten erläuterte. Diese Predigt ist auch als das „Erste Drehen des Rades der Lehre“ bekannt. Seine Mit­brüder be­kehr­ten sich zu seiner Lehre und wurden zu Arhats (= Höchste Stufe des Mensch­seins vor dem Aus­tritt aus dem Ge­burten­kreis­lauf). Der Hirsch­park von Sar­nath ist somit der Ort, an dem sich die erste bud­dhis­tische Mönchs­ge­mein­de kon­stitu­ierte.
    In den fol­gen­den 45 Jahren führte der Bud­dha das Leben eines besitz­losen Bettel­mönchs und zog mit einer Schar von Jün­gern predi­gend durch Indien, vor­nehm­lich durch das nord­indi­sche Reich Magadha. Er setzte sich dabei über alle exis­tieren­den Kasten­schran­ken hin­weg und war sowohl bei den Ärmsten als auch in vielen Herr­scher­häu­sern gern ge­sehener Gast. Den­noch wurde er auch an­ge­zwei­felt oder gar attackiert. Selbst in­ner­halb seiner Mönchs­ge­mein­de gab es eine Ab­spal­tung, die von Bud­dhas ei­ge­nem Cousin, Devadatta, an­ge­führt wurde. Deva­datta ver­suchte nicht nur, dem Bud­dha seine Ge­folg­schaft ab­spen­stig zu machen, er un­ter­nahm auch An­schläge auf Bud­dhas Leben. Ein­mal ließ er zum Bei­spiel einen Ele­fanten auf Bud­dha hetzen, der aber an­gesichts des Er­leuch­teten sofort ehr­furchts­voll nieder­kniete (dieser kniende Elefant ist häufig Gegen­stand hagio­gra­fischer Dar­stel­lungen). In Magadha, wo Bud­dha unter König Bimbisāra freund­schaft­lich auf­ge­nom­men wurde, zettelte Deva­datta aus Eifer­sucht einen Staats­streich durch den Sohn des Königs, Ajātaśatru (jap. Ajase) an. Der König beging darauf­hin Selbst­mord oder wurde, nach einer anderen Ver­sion vom eigenen Sohn getötet. Die Be­keh­rung des reu­mütigen Ajātasatru und seine Auf­nahme in Bud­dhas Gefolg­schaft stellt eine wich­tige Epi­sode dar, die die Groß­mut des Bud­dha unter­streicht.

    Schülertop↑

    Alchi buddha predigt.jpg
    Buddha predigt seinen Schülern.
    Unter den positiv be­setz­ten Schülern des Bud­dha tauchen immer wieder auf:
    • Śāriputra, Haupt­schüler des Bud­dha, von dem im Theravāda Bud­dhis­mus viele eigene Predigten über­liefert werden. Älter als der Bud­dha selbst, starb er noch zu des­sen Leb­zeiten und ging ins Nirvāṇa ein. Im Mahāyāna Bud­dhis­mus weniger prominent, taucht er z.B. im Herz Sutra als Dialog­partner von Bodhi­sattva Avalokiteśvara (Kannon) auf.
    • Maudgalyāyana (jap. Mokuren), ein enger Freund Shari­putras. Ihm werden diverse über­natür­liche Eigen­schaften zu­ge­schrie­ben. Auch er starb noch vor dem Bud­dha eines ge­walt­samen Todes, den der Bud­dha mit seinem schlechten Karma aus früheren Existenzen er­klärte. In Japan ist Maudgalyayana/Mokuren vor allem dafür be­kannt, dass er durch Gebete seine ver­stor­bene Mutter aus der Hölle, bzw. aus ihrer Existenz als Hungergeist befreite.
    • Ānanda (jap. Anan), der jün­gere Bruder des ab­trün­ni­gen Deva­datta (s.o.), beide Cousins des Buddha. Be­kannt für sein gutes Ge­dächt­nis soll er beim legen­dären ersten Konzil des Bud­dhis­mus, einige Jahre nach Bud­dhas Tod, die Lehr­reden des Bud­dha aus­wendig vor­ge­tra­gen haben. Er war also so etwas wie ein Evan­gelist des Bud­dhis­mus, aus dessen mündlicher Über­liefe­rung die Sutren her­vor­gingen.
    • Mahākāśyapa (jap. Daikashō), der Orga­nisa­tor des ersten Konzils. Vor allem in der Chan, bzw. Zen Tradi­tion be­deu­tsam, die in Mahaka­shyapa ihren ersten Pa­tri­arch­en sieht. Laut dieser Tradi­tion trat der Bud­dha einmal vor die ver­sam­mel­ten Mönche und tat nicht mehr, als eine Lotos­blume schweigend in der Hand zu drehen. Alle Mönche waren rat­los, nur Mahaka­shyapa lächelte ge­heimnis­voll. Bud­dha ver­kün­dete daraufhin, dass all seine Weisheit und sein Geist auf Mahaka­shyapa über­ge­gangen seien.
    • Vimalakīrti (jap. Yuima), ein rei­cher Kauf­mann und Laien­an­hän­ger, der erst im Maha­yana auftaucht, hier aber der Held eines eigenen Sutras ist. An seinem Bei­spiel wird gezeigt, dass der Bud­dhis­mus auch für „Haus-Halter“, also für Leute, die im welt­lichen Leben stehen, die richtige Option ist.
    Manche Orte in Indien sind mit be­rühm­ten Predigten des Bud­dha ver­bun­den, u.a. der so­ge­nann­te „Geierberg“ (Juhō-sen) im Reich Magadha, nahe der Haupt­stadt des Königs Bimbi­sāra. Viele Sutras, u.a. das Lotos-Sutra, führen sich auf Predig­ten zurück, die der Bud­dha hier ver­kün­det haben soll.

    Ablebentop↑

    Im 80. Lebens­jahr er­krank­te der Bud­dha, nach­dem er wissen­tlich ein ver­gif­tetes Mahl zu sich ge­nom­men hatte, und sah vor­aus, dass er nun ins Nir­vana ein­gehen werde. Im Wald des Schlos­ses von Kuśīnagara, im Schat­ten zwei großer Shala-Bäume, hauchte er sein ir­di­sches Leben im Kreise seiner Schüler aus, denen er bis zuletzt ge­pre­digt hatte. Bud­dhas Leich­nam wurde nach seinem Tod ein­ge­äschert. Zwi­schen dem König von Kushina­gara und den um­liegen­den Herr­schern entstand ein Disput, wem der Besitz der Asche des heiligen Mannes zu­stünde. Schluss­endlich einigte man sich, sie auf­zu­teilen, und so wurde der Buddha an acht Orten bei­gesetzt, an denen jeweils Grab­monu­mente (stūpa) er­rich­tet wurden. Einige Zeit nach Bud­dhas Tod wurden seine Lehren auf dem „ersten bud­dhis­tischen Konzil“, an dem 500 Arhats unter der Führung von Mahaka­shyapa teil­nahmen, kodi­fiziert. Hundert Jahre nach Bud­dhas Ab­leben fand das zweite „Konzil“ statt, auf dem vor allem die Mönchs­regeln neu fest­gelegt wurden. Weitere Konzile folgten. (Historisch gelten diese Konzile als nicht gesichert.)

    Anmerkungentop↑


  2. Laut einer tradi­tio­nellen Da­tie­rung lebte Bud­dha von 563–483 v.u.Z. Diese ge­nauen An­ga­ben wer­den heute aller­dings in Zwei­fel ge­zo­gen.

  3. Der Pali-Kanon, eine der ältesten Schrif­ten­samm­lun­gen des Bud­dhis­mus, enthält u.a. eine Samm­lung von über 500 Er­zäh­lun­gen zu Bud­dhas Leben, deren Haupt­akzent auf Bud­dhas Leben in frü­he­ren Existenzen liegt. Diese Er­zäh­lun­gen werden als Jātaka (Wie­der­ge­burts­ge­schich­ten) be­zeich­net. Oft­mals spielen hier Tiere eine tra­gen­de Rolle, denn der Bud­dha hatte in frü­he­ren Existenzen ja auch nicht-mensch­liche Formen der Wieder­geburt durch­laufen. Die Bio­gra­phie des his­to­ri­schen Bud­dhas ist jedoch auch in den Jātakas ent­hal­ten und zwar in der Einleitenden Erzählung der Wie­der­ge­burts­ge­schich­ten (Übersetzung J. Dutoit 1906, Digitalisierung: Volker Junge).

  4. Die obigen Ab­bil­dun­gen stam­men aus Alchi, einem bud­dhis­ti­schen Kloster­komplex im in­di­schen Teil des Himalaya. Alle Detail­bilder aus Bud­dhas Leben sind auf dem Hüft­tuch (dhoṭī) einer knapp 5m hohen Skulptur des Bodhi­sattva Maitreya, des „Buddhas der Zukunft“, zu finden:
    Alchi maitreya.jpg
    Bodhisattva Maitreya
    Kloster Sumtseg, in Alchi, Ladakh, N-Indien.
    Christian Luczanits, der Autor der em­pfehlens­werten Website Indian and Tibetan Buddhist Art, schreibt in der Ein­lei­tung zur Bil­der­serie von Bud­dhas Leben:
    The depiction of the legend on Maitreya’s dhoti is a unique inter­pre­tation of the Bud­dha’s life that not only in­cor­po­rates the dif­ferent authori­tative tradi­tions but also success­fully hints to­wards the true nature of the Bud­dha in Maha­yana. The life of a Bud­dha is nothing else than the mar­vellous dress of a super-human, namely Mai­treya, who is himself an emana­tion of the true nature of a Bud­dha re­presented as Vairocana in his crown.

  5. Der Ge­rechtig­keit halber muss er­wähnt werden, dass Rahula schluss­end­lich auch in die bud­dhis­tische Or­dens­ge­mein­schaft auf­ge­nom­men wurde. Den­noch ist Bud­dhas kaltes Ver­hält­nis zu sei­nem Sohn als Bei­spiel der so­ge­nann­ten „Haus­losig­keit“, also der be­wuss­ten Ab­kehr von Haus und Fa­mi­lie des idea­len bud­dhis­ti­schen Mönchs an­zu­sehen.

Welche Religionen gibt es in Japan? BLOG HJB68



Welche Religionen gibt es in Japan?
Japan besitzt zwei Haupt­religionen mit langer ein­heim­ischer Tra­di­tion: Buddhis­mus und Shintō. Diesen sind die meisten Artikel dieser Web­site gewidmet. Da­neben existieren aber auch noch andere Reli­gionen in Japan. Auf dieser Seite folgt dazu ein kurzer Über­blick, dem auch zu ent­nehmen ist, welche religiösen Richt­ungen auf welchen Seiten von Religion-in-Japan be­spro­chen werden. Außer­dem enthält die Seite eine kleine Statistik zu den wichtigsten Reli­gions­ge­mein­schaften.

Japan besitzt zwei Haupt­religionen mit langer ein­heim­ischer Tra­di­tion: Buddhis­mus und Shintō. Diesen sind die meisten Artikel dieser Web­site gewidmet. Da­neben existieren aber auch noch andere Reli­gionen in Japan. Auf dieser Seite folgt dazu ein kurzer Über­blick, dem auch zu ent­nehmen ist, welche religiösen Richt­ungen auf welchen Seiten von Religion-in-Japan be­spro­chen werden. Außer­dem enthält die Seite eine kleine Statistik zu den wichtigsten Reli­gions­ge­mein­schaften.



https://www.univie.ac.at/rel_jap/w/images/thumb/5/54/Nikko_karamon.jpg/500px-Nikko_karamon.jpg

Die meisten Japaner besuchen sowohl budd­hist­ische Tempel als auch shintō­istische Schreine und prakti­zieren dort die jewei­ligen religi­ösen Riten. Viele besitzen darüber hin­aus sowohl einen buddhis­tischen Haus­altar (butsudan) als auch einen shintōistischen Haus­schrein (kamidana). Weder aus der Sicht des ja­pani­schen Bud­dhis­mus, noch aus der Sicht des Shintō gibt es ein Pro­blem, wenn man die jeweils andere Religion praktiziert. Wie das funktio­niert und worin über­haupt die Unter­schie­de zwi­schen Bud­dhis­mus und Shintō be­ste­hen, ist eines der zen­tralen Themen dieser Web­site.
Sonstige Strömungen
Chinesische Religionentop↑
In China entstandene religiöse Strömungen wie Konfu­zianismus und Dao­ismus bzw. die Yin Yang Philo­sophie spielen auch in Japan eine große Rolle, aller­dings nicht als eigen­ständige
Religions­gemein­schaften, sondern in einer in den Bud­dhismus oder den Shintō einge­bundenen Form. Sowohl im japani­schen Bud­dhis­mus als auch im Shintō stößt man also auf Lehren oder Bräuche, die ursprüng­lich in China entwickelt wurden.
Monotheistische Religionentop↑
Etwa zwei Prozent aller Japaner bekennen sich zum Christen­tum. Das moderne japanische Christen­tum stellt somit eine ver­hältnis­mäßig kleine religiöse Minder­heit dar und wird daher inner­halb dieser Web­site nur am Rande behandelt; im Kapitel „Geschichte“ gibt es jedoch eine Seite über die Anfänge der christlichen Mission­ierung und die an­schließen­den Christen­verfol­gungen im sech­zehnten und sieb­zehnten Jahr­hundert (Das „christliche Jahr­hundert“). Die geringe Anzahl von Christen erstaunt besonders im Vergleich mit Südkorea, wo etwa ein Drittel der Be­völ­ker­ung dem Christen­tum angehört.
Während es in China sehr zahlreiche muslimische und sogar jüdische Minderheiten gibt, hat der Islam in Japan keine längere Tradition und wird lediglich von einer kleinen Minder­heit islamischer Migranten praktiziert. Das Judentum hat in Japan gar nicht Fuß gefasst, dafür gibt es ein paar populäre Theorien, die ein Nahe­verhältnis zwischen Japaner- und Judentum postulieren.
tenri.jpg

Eine größere Bedeu­tung in der gegen­wärtigen religiösen Land­schaft Japans kommt neu­religiösen Be­wegungen und Sekten zu, die sich seit dem neun­zehnten Jahr­hundert in mehre­ren Wellen in der modernen Ge­sell­schaft aus­ge­breitet haben. Obwohl diese Be­weg­ungen auf­grund ihrer teil­weise extrem­istischen Ansichten und Praktiken immer wieder im Blick­punkt der Öffent­lich­keit stehen und ob­wohl sie ganz all­ge­mein einen signifi­kanten Aspekt der modernen Reli­gions­aus­übung in Japan dar­stellen, liegt der Schwer­punkt dieses Web-Hand­buchs auf den tradi­tionellen Glaubens­formen. Dies vor allem deshalb, weil meiner Mei­nung nach auch die meisten Neuen Religionen nur ver­ständlich werden, wenn man den religiösen und mentalen Grund­stock, auf dem sie ge­deihen, besser kennt. Ein kurzer Über­blick findet sich aber im Kapitel Ge­schichte.
Die süd­lich­sten Inseln des heutigen Japan, die Insel­kette Okinawa, bildeten lange ein eigenes König­reich. Noch heute unter­scheiden sich die religiösen Tradi­tionen Okinawas von denen der Haupt­inseln.
Im Norden Japans findet man wiederum Reste der Ainu-Kultur. Noch Anfang des 20. Jahr­hunderts lebten viele Ainu als Jäger und Sammler und prak­tizierten eine eigene, auf diese Lebens­weise aus­ge­richtete Religion. Infolge physischer Aus­rottung und eines starken Assimila­tions­drucks ist die Ainu-Be­völker­ung in Japan auf wenige zehn­tausend zurück­gegangen und auch ihre Religion wird kaum noch praktiziert.
Religionen in Zahlentop
Die folgende Tabelle soll eine Vor­stellung von den Größen­verhält­nissen der ver­schie­denen Religions­gemein­schaften in Japan ver­mitteln.1 Die Angaben sind aller­dings nur als un­ge­fähre Richt­werte zu ver­stehen, da ins­besondere die Anzahl der Gläubigen nicht aufgrund einer ein­heitlichen Methode ermittelt wurde.2
Religion
Jahr
Anhänger
Priester
Kultstätten3
Shintō
2012
100.940.000
85.000
88.720
2000
107.953.000
82.000
89.183
1985
115.602.000
102.000
90.832
Buddhismus
2012
85.139.000
339.000
85.238
2000
95.420.000
305.000
86.586
1985
92.065.000
269.000
84.613
Christentum
2012
1.908.000
29.000
9.277
2000
1.772.000
29.000
9.328
1985
1.688.000
22.000
8.616
andere (Neue)
2012
9.114.000
213.000
36.954
2000
10.221.000
265.000
41.020
1985
14.444.000
253.000
42.027
Einwohnerzahl Japans: ~130 Mill.
Aus diesen Zahlen lassen sich folgende allgemeine Schlüsse über die Größen­verhält­nisse der ein­zel­nen Religions­gemein­schaften ziehen:
1.      Die über­wiegen­de Mehrzahl aller Japaner bekennt sich sowohl zum Shintō als auch zum Bud­dhis­mus. Grob ge­sprochen sind mehr als drei Viertel aller Japaner sowohl Shin­tō­isten als auch Bud­dhis­ten. Der Bud­dhis­mus verfügt zwar über etwas weniger An­hänger und Tempel als der Shintō, dafür aber über weit mehr Priester. Auf­grund der obigen Zahlen kommt ein bud­dhis­ti­scher Geist­licher im Schnitt auf ca. 250 Laien. Im Shintō ist hin­gegen ein einziger Priester für mehr als 1000, also viermal so viele Gläubige ver­ant­wort­lich. Ja, es gibt sogar mehr Shintō-Schreine (rel. Körperschaften) als Priester. Daraus lässt sich bereits folgern, dass der Bud­dhis­mus religiös aktiver ist als der Shintō. Die Tatsache, dass der Bud­dhis­mus mehr Geist­liche als der Shintō be­schäftigt, lässt auch Rück­schlüs­se auf das wirt­schaft­liche Kräfte­ver­hältnis der beiden Reli­gionen zu. Schließlich kann man erkennen, dass die Zahl buddhistischer Priester in den letzten dreißig Jahren stetig zunimmt, während Shintō-Priester weniger werden. Interessanterweise korreliert der Anstieg des Klerus jedoch nicht mit dem Anstieg der Gläubigen.
2.      Zum Christen­tum bekennen sich nach dieser Statistik kaum zwei Prozent der Be­völkerung, wobei die Anzahl der Christen laut der oben an­ge­führten Quelle1 um 2010 eine Spitze von knapp drei Millionen erreichte und dann wieder auf unter zwei Millionen fiel. Grund­sätz­lich kann man davon ausgehen, dass japanische Christen sich nicht gleich­zeitig zu Shintō und Bud­dhis­mus beken­nen und sich mit ihrem Glauben stärker iden­ti­fi­zie­ren als die meisten nicht-christlichen Japaner. Das spiegelt sich auch im Grad der religiösen Be­treu­ung wider: Im Durch­schnitt werden etwa 65 japanische Christen von einem Priester betreut.
Knapp sieben Prozent aller Japaner beken­nen sich zu „anderen Religionen“, meist so­ge­nann­te Neue Religionen, die sich aus Bud­dhis­mus oder Shintō her­leiten. Bei den Neuen Religionen gibt es im Ver­gleich zu den alt­ein­ge­ses­sen­en Religionen signifikant mehr Geist­liche und Tempel (Körper­schaften) im Ver­hältnis zu Gläubigen. Ent­sprechend höher ist auch das gene­relle Engagement in diesen Religions­gemein­schaften. Im Gegen­satz zum Christentum ist der Zu­lauf zu den Neuen Religionen in den letzten Jahren allerdings stark rück­läufig.

Die meisten Japaner besuchen sowohl budd­hist­ische Tempel als auch shintō­istische Schreine und prakti­zieren dort die jewei­ligen religi­ösen Riten. Viele besitzen darüber hin­aus sowohl einen buddhis­tischen Haus­altar (butsudan) als auch einen shintōistischen Haus­schrein (kamidana). Weder aus der Sicht des ja­pani­schen Bud­dhis­mus, noch aus der Sicht des Shintō gibt es ein Pro­blem, wenn man die jeweils andere Religion praktiziert. Wie das funktio­niert und worin über­haupt die Unter­schie­de zwi­schen Bud­dhis­mus und Shintō be­ste­hen, ist eines der zen­tralen Themen dieser Web­site.
Sonstige Strömungen
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In China entstandene religiöse Strömungen wie Konfu­zianismus und Dao­ismus bzw. die Yin Yang Philo­sophie spielen auch in Japan eine große Rolle, aller­dings nicht als eigen­ständige
Religions­gemein­schaften, sondern in einer in den Bud­dhismus oder den Shintō einge­bundenen Form. Sowohl im japani­schen Bud­dhis­mus als auch im Shintō stößt man also auf Lehren oder Bräuche, die ursprüng­lich in China entwickelt wurden.
Monotheistische Religionentop↑
Etwa zwei Prozent aller Japaner bekennen sich zum Christen­tum. Das moderne japanische Christen­tum stellt somit eine ver­hältnis­mäßig kleine religiöse Minder­heit dar und wird daher inner­halb dieser Web­site nur am Rande behandelt; im Kapitel „Geschichte“ gibt es jedoch eine Seite über die Anfänge der christlichen Mission­ierung und die an­schließen­den Christen­verfol­gungen im sech­zehnten und sieb­zehnten Jahr­hundert (Das „christliche Jahr­hundert“). Die geringe Anzahl von Christen erstaunt besonders im Vergleich mit Südkorea, wo etwa ein Drittel der Be­völ­ker­ung dem Christen­tum angehört.
Während es in China sehr zahlreiche muslimische und sogar jüdische Minderheiten gibt, hat der Islam in Japan keine längere Tradition und wird lediglich von einer kleinen Minder­heit islamischer Migranten praktiziert. Das Judentum hat in Japan gar nicht Fuß gefasst, dafür gibt es ein paar populäre Theorien, die ein Nahe­verhältnis zwischen Japaner- und Judentum postulieren.

Eine größere Bedeu­tung in der gegen­wärtigen religiösen Land­schaft Japans kommt neu­religiösen Be­wegungen und Sekten zu, die sich seit dem neun­zehnten Jahr­hundert in mehre­ren Wellen in der modernen Ge­sell­schaft aus­ge­breitet haben. Obwohl diese Be­weg­ungen auf­grund ihrer teil­weise extrem­istischen Ansichten und Praktiken immer wieder im Blick­punkt der Öffent­lich­keit stehen und ob­wohl sie ganz all­ge­mein einen signifi­kanten Aspekt der modernen Reli­gions­aus­übung in Japan dar­stellen, liegt der Schwer­punkt dieses Web-Hand­buchs auf den tradi­tionellen Glaubens­formen. Dies vor allem deshalb, weil meiner Mei­nung nach auch die meisten Neuen Religionen nur ver­ständlich werden, wenn man den religiösen und mentalen Grund­stock, auf dem sie ge­deihen, besser kennt. Ein kurzer Über­blick findet sich aber im Kapitel Ge­schichte.
Die süd­lich­sten Inseln des heutigen Japan, die Insel­kette Okinawa, bildeten lange ein eigenes König­reich. Noch heute unter­scheiden sich die religiösen Tradi­tionen Okinawas von denen der Haupt­inseln.
Im Norden Japans findet man wiederum Reste der Ainu-Kultur. Noch Anfang des 20. Jahr­hunderts lebten viele Ainu als Jäger und Sammler und prak­tizierten eine eigene, auf diese Lebens­weise aus­ge­richtete Religion. Infolge physischer Aus­rottung und eines starken Assimila­tions­drucks ist die Ainu-Be­völker­ung in Japan auf wenige zehn­tausend zurück­gegangen und auch ihre Religion wird kaum noch praktiziert.
Religionen in Zahlentop
Die folgende Tabelle soll eine Vor­stellung von den Größen­verhält­nissen der ver­schie­denen Religions­gemein­schaften in Japan ver­mitteln.1 Die Angaben sind aller­dings nur als un­ge­fähre Richt­werte zu ver­stehen, da ins­besondere die Anzahl der Gläubigen nicht aufgrund einer ein­heitlichen Methode ermittelt wurde.2
Religion
Jahr
Anhänger
Priester
Kultstätten3
Shintō
2012
100.940.000
85.000
88.720
2000
107.953.000
82.000
89.183
1985
115.602.000
102.000
90.832
Buddhismus
2012
85.139.000
339.000
85.238
2000
95.420.000
305.000
86.586
1985
92.065.000
269.000
84.613
Christentum
2012
1.908.000
29.000
9.277
2000
1.772.000
29.000
9.328
1985
1.688.000
22.000
8.616
andere (Neue)
2012
9.114.000
213.000
36.954
2000
10.221.000
265.000
41.020
1985
14.444.000
253.000
42.027


Einwohnerzahl Japans: ~130 Mill.
Aus diesen Zahlen lassen sich folgende allgemeine Schlüsse über die Größen­verhält­nisse der ein­zel­nen Religions­gemein­schaften ziehen:
1.      Die über­wiegen­de Mehrzahl aller Japaner bekennt sich sowohl zum Shintō als auch zum Bud­dhis­mus. Grob ge­sprochen sind mehr als drei Viertel aller Japaner sowohl Shin­tō­isten als auch Bud­dhis­ten. Der Bud­dhis­mus verfügt zwar über etwas weniger An­hänger und Tempel als der Shintō, dafür aber über weit mehr Priester. Auf­grund der obigen Zahlen kommt ein bud­dhis­ti­scher Geist­licher im Schnitt auf ca. 250 Laien. Im Shintō ist hin­gegen ein einziger Priester für mehr als 1000, also viermal so viele Gläubige ver­ant­wort­lich. Ja, es gibt sogar mehr Shintō-Schreine (rel. Körperschaften) als Priester. Daraus lässt sich bereits folgern, dass der Bud­dhis­mus religiös aktiver ist als der Shintō. Die Tatsache, dass der Bud­dhis­mus mehr Geist­liche als der Shintō be­schäftigt, lässt auch Rück­schlüs­se auf das wirt­schaft­liche Kräfte­ver­hältnis der beiden Reli­gionen zu. Schließlich kann man erkennen, dass die Zahl buddhistischer Priester in den letzten dreißig Jahren stetig zunimmt, während Shintō-Priester weniger werden. Interessanterweise korreliert der Anstieg des Klerus jedoch nicht mit dem Anstieg der Gläubigen.
2.      Zum Christen­tum bekennen sich nach dieser Statistik kaum zwei Prozent der Be­völkerung, wobei die Anzahl der Christen laut der oben an­ge­führten Quelle1 um 2010 eine Spitze von knapp drei Millionen erreichte und dann wieder auf unter zwei Millionen fiel. Grund­sätz­lich kann man davon ausgehen, dass japanische Christen sich nicht gleich­zeitig zu Shintō und Bud­dhis­mus beken­nen und sich mit ihrem Glauben stärker iden­ti­fi­zie­ren als die meisten nicht-christlichen Japaner. Das spiegelt sich auch im Grad der religiösen Be­treu­ung wider: Im Durch­schnitt werden etwa 65 japanische Christen von einem Priester betreut.

Knapp sieben Prozent aller Japaner beken­nen sich zu „anderen Religionen“, meist so­ge­nann­te Neue Religionen, die sich aus Bud­dhis­mus oder Shintō her­leiten. Bei den Neuen Religionen gibt es im Ver­gleich zu den alt­ein­ge­ses­sen­en Religionen signifikant mehr Geist­liche und Tempel (Körper­schaften) im Ver­hältnis zu Gläubigen. Ent­sprechend höher ist auch das gene­relle Engagement in diesen Religions­gemein­schaften. Im Gegen­satz zum Christentum ist der Zu­lauf zu den Neuen Religionen in den letzten Jahren allerdings stark rück­läufig.